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Besuch vom Zahnarzt in den Übergangsklassen

Besuch vom Zahnarzt in den Übergangsklassen
© Telemann-Grund- und Mittelschule Teublitz

Im Rahmen eines Pilotprojektes bekamen die ESF-geförderten Ganztags-Übergangsklassen an der Teublitzer Telemann-Grund- und Mittelschule erstmals Besuch von zwei Zahnärzten, zuerst von Roland Stieglmeier aus Teublitz und ein paar Wochen später von Imad Aldeen-Miskinen aus Gießen.

 

Dr. Roland StiegImeier und seine Mitarbeiterin Inge Eckmeder sind in der Telemann-Schule bereits alte Bekannte. Schon seit vielen Jahren kommen die beiden mit ihrem Gebiss-Modell und der lustigen Riesen-Zahnbürste in die Schule und informieren alle Grundschüler, wie das mit dem richtigen Zähneputzen funktioniert.

 

Für die Übergangsklassen stand zunächst eine ganze Reihe von Begriffen zum Thema Zahngesundheit auf dem Stundenplan, damit sich auch alle etwas unter Wörtern wie „Behandlungsstuhl" vorstellen können. Das richtige Zähneputzen wurde auch mit Hilfe von Postern erklärt und alle Schüler erhielten einen Putzplan für zu Hause und ein komplettes Zahnputzset. Bei der Vorführung der richtigen Putzbewegungen mit der Riesenzahnbürste machten alle eifrig mit.

 

Ein paar Wochen später besuchte Imad Aldeen-Miskinen aus Gießen die Übergangsklassen. Dieser schreibt gerade eine Doktorarbeit über die Zahngesundheit von Migranten- und Flüchtlingskindern in bayerischen Übergangsklassen und hat für seine Forschung 36 Klassen in ganz Bayern besucht. Er schaute jedem Schüler in den Mund, kontrollierte den Zustand der Zähne und sprach mündliche Empfehlungen aus. Oft hieß der Rat „Du solltest bald zum Zahnarzt gehen!" Im Gespräch erklärte der gebürtige Syrer, der bereits vor dem Bürgerkrieg nach Deutschland kam, um Zahnmedizin zu studieren, dass die Kinder in den Übergangsklassen im Durchschnitt deutlich schlechtere Zähne hätten als ihre deutschen Altersgenossen. Das liege daran, dass es in ihren Herkunftsländern oft keine allgemeine Krankenversicherung gebe und außerdem viele von ihnen jahrelang auf der Flucht waren und schon deshalb andere Sorgen hatten als Prophylaxe-Besuche beim Zahnarzt.

 

Unterstützt wurde Imad Aldeen-Miskinen von seiner Kollegin Neila Ben-Khelifa, die aus Tunesien stammt. Zusammen konnten die beiden in sieben verschiedenen Sprachen Fragen beantworten. Hauptinformation war jedoch immer: „Geht zum Zahnarzt bevor es weh tut. Zweimal im Jahr - vielleicht einmal im Sommer und einmal im Winter. Ihr müsst keine Angst haben. Das kostet nichts."

 

Foto: Dr. Roland Stieglmeier demonstriert das richtige Zähneputzen

 

Text: Telemann-Grund- und Mittelschule Teublitz

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