Panel öffnen/schließen

Angebliche Baumfällaktion hat nichts mit Umgehungsstraße zu tun

Stellungnahme der Ersten Bürgermeisterin Maria Steger zur Thematik „Baumfällaktion“ im Teublitzer Weihergebiet.

  • Aus dem Rathaus

"Liebe Bürgerinnen und Bürger,

kaum hat das neue Jahr begonnen, gibt es schon wieder ein Thema, das die Gemüter erhitzt: In der Presse und den sozialen Medien wurde die „Baumfällaktion“ im Teublitzer Weihergebiet vielfach kritisiert und kommentiert.

Da die Fakten in der Debatte meiner Ansicht nach zu kurz kamen, möchte ich kurz auf die Hintergründe eingehen: Zunächst gilt es klarzustellen, dass die Baumfällarbeiten nichts mit der noch in der Planungsphase befindlichen Umgehungsstraße zu tun hatten. Dass solche Gerüchte in Zeiten des Wahlkampfs bewusst verbreitet wurden, halte ich persönlich für eine naheliegende Vermutung. Ob die Umgehung kommt und inwiefern sie das Weihergebiet überhaupt tangiert, ist zum derzeitigen Planungsstand noch nicht vorherzusagen.

Aber was war tatsächlich der Ausgangspunkt dieser Maßnahme? Der Besitzer der Teiche hatte die Verlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis zum Betreiben der Teichanlage bei den Fachstellen (Wasserwirtschaftsamt und Landratsamt) beantragt. Dabei fiel dem beauftragten Architekten auf, dass der Damm aufgrund von bereits entwurzelten und teils kaputten Bäumen nicht mehr stabil und dicht war. Und ohne stabilen Damm würde es keine wasserrechtliche Erlaubnis geben.

Dazu passen die Klagen und Beschwerden von Anwohnern des Weihergebietes, die schon mehrere Jahre hintereinander bei der Stadt eingingen, ihre Gärten stünden, trotz trockenen Wetters, oft monatelang unter Wasser. Diese Beschwerden wurden jedes Mal von der Stadt an den Grundstücksbesitzer weitergegeben.

Nachdem auch die Fachstellen bestätigten, dass Maßnahmen für die Wiederherstellung der Stabilität des Weiherdamms umgesetzt werden müssten, wurde auch die Stadt darüber informiert.

Ziel war es, die Standsicherheit des Damms wieder zu verbessern und auf Dauer zu gewährleisten. Eine solche Maßnahme ist absolut existentiell für unsere Stadt, denn ein Dammbruch wäre eine Katastrophe für viele Einwohner unserer Stadt. Ein weiteres Argument war: Da der Damm auch von vielen Fußgängern, Wanderern und Radfahrern benutzt wird, sind diese ebenfalls unter den beschriebenen Voraussetzungen gefährdet, so der Architekt in seinem Schreiben.

Zum Thema Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern: Die Stadt war zwar im September über den Vorgang informiert worden, aber nie über das Ausmaß, den Zeitpunkt und die eigentliche Art und Weise der Ausführung. Die Beschwerden über eine vermeintlich mangelhafte Kommunikation seitens der Stadt sind daher unberechtigt.

Ich als Bürgermeisterin sowie die Stadtverwaltung stehen ungeachtet dessen hinter dieser Maßnahme. Eine Kulturlandschaft wie das Weihergebiet, die neben dem Erholungswert, den sie zweifelsfrei besitzt, vor allem einem wirtschaftlichen Zweck, nämlich der Fischzucht, dient, benötigt auch Unterhalt und Pflegemaßnahmen. Und - ein funktionsfähiger und intakter Damm ist wichtig, um Hochwasser in den Gärten zu verhindern. Die Fällung einiger Bäume für diesen Zweck ist nicht nur vertretbar, sondern schlicht notwendig.

Große Bedenken lösten bei der Stadt die Aussagen in den sozialen Medien aus, dass aufgrund der Einmischung von Umweltschützern die Maßnahme anscheinend jetzt nicht in dem Umfang erfolgt ist, der für eine wirklich langjährige, dauerhafte Stabilität des Dammes notwendig gewesen wäre.

Aber ich gehe davon aus, dass die zuständigen Fachstellen abschließend die durchgeführten Maßnahmen auf ihre Vollständigkeit und auf das geforderte Ergebnis, einen stabilen und intakten Damm, hin überprüfen werden."

Maria Steger
Erste Bürgermeisterin der Stadt Teublitz

 

 

 

Weitere Nachrichten