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Stadtpark Teublitz

Der heutige Stadtpark wurde 1591 zum ersten Mal urkundlich als „paumgarten" (Obstgarten) erwähnt. Er diente damit zur Versorgung der Hofmark Teublitz mit Obst und Gemüse. Erst im 19. Jahrhundert erfolgte die Umwandlung in einen Landschaftspark nach englischem Vorbild.

Konrad Reinhard Ritter von Koch (1738-1821)ließ um 1800 den heute noch bestehenden Pavillon erstellen. 1825 folgte die Erweiterung und Umgestaltung zum englischen Landschaftsgarten durch Friedrich August Freiherr von Gise (1783-1860), dem damaligen bayerischen Außenminister (1832-1846). Es handelt sich damit vermutlich um einen der ältesten englischen Landschaftsparks in der Oberpfalz.

Bis 1938 war kein öffentlicher Zugang zum Park möglich, da es sich um Privateigentum des jeweiligen Schlossbesitzers handelte. Die Nutzung erfolgte als exklusiver herrschaftlicher Schlosspark. Erst 1938 kam es zur teilweisen Verpachtung des Parkareals im nordöstlichen Bereich an die damalige Gemeinde Teublitz. Der damalige Gutsbesitzer Roman Breitsamter stellte die Erlaubnis aus, jährlich vier Veranstaltungen im Park abzuhalten.  

1940 verkauften Roman und Anna Breitsamter den Park für 30 000 RM an die Marktgemeinde Teublitz, die hier einen „Erholungspark" errichten wollte. Aus diesem Grund erfolgte am 11.05.1940 die Öffnung des Parks für die Öffentlichkeit. Nach 1945 kam es jedoch teilweise zu einer erneuten Abtrennung und Privatisierung eines kleineren Bereichs des öffentlichen Parks. Der hier gelegene kleine See „Aalweiher" wurde jetzt wieder privat. Erst 2007 erfolgte die Übergabe des Teilstücks mit dem früheren, inzwischen aufgefüllten See an die Stadt.

1977 konnten erstmalig die Eichen im Park als Naturdenkmal geschützt werden; 1998 wurde die Sanierung des Pavillons vorgenommen.