Investieren und Schulden abbauen

Neues Jahr, neuer Rekordhaushalt: Ende März hatte der Stadtrat das Teublitzer Zahlenwerk für 2023 mehrheitlich beschlossen. Es hat ein Gesamtvolumen von rund 26,5 Millionen Euro. Mit dem Geld werden auch mehrere Investitionen möglich.
Der Etat für 2023 weist, verglichen mit dem aus dem Vorjahr, eine Steigerung von 11,63 Prozent auf. Ein erfreulicher Aspekt ist die Verringerung des Schuldenstands um ca. 1,1 Millionen Euro. Das Gesamtvolumen des diesjährigen Haushalts teilt sich auf in den Vermögenshaushalt mit rund 7,9 Millionen Euro und in den Verwaltungshaushalt mit rund 18,7 Millionen Euro. Der Schuldenstand verringert sich auf rund 11,6 Millionen Euro. Bei knapp 7.800 Einwohner*innen entspricht das einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1.486 Euro. Die Grundsteuer A und B bleiben bei 390 v.H. und die Gewerbesteuer bei 380 v.H. erhalten.
Zahlenwerk zur Zukunftssicherung
Die Kreisumlage beträgt rund 3,8 Millionen Euro. Eine Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von etwa 2,7 Millionen Euro wurde erwirtschaftet. Auf der Einnahmenseite des Verwaltungshaushalts ist bei der Gewerbesteuer (2,3 Mio. Euro) und bei den Schlüsselzuweisungen (2,8 Mio. Euro) ein klarer Aufwärtstrend erkennbar. Dazu kommen Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb von rund 5 Mio. Euro, sonstige Steuern und allgemeine Zuweisungen von ca. 760.000 Euro sowie sonstige Finanzeinnahmen von rund 970.000 Euro.
Der Vermögenshaushalt wird durch Zuführungen aus dem Verwaltungshaushalt, einer Entnahme aus der Rücklage (435.000 Euro) und einer Entnahme aus der Sonderrücklage in Höhe von 310.000 Euro finanziert. Der Rest setzt sich aus Beiträgen und Entgelten sowie aus Zuweisungen und Zuschüssen von rund 2,4 Millionen Euro für diverse Projekte zusammen. Aus der Veräußerung von Werten des Anlagevermögens ergeben sich Einnahmen in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro.
Ausgaben für ein Plus der Bürger*innen
Die größten Posten im Vermögenshaushalt sind weitere Baukosten für den An- und Umbau des Rathauses (300.000 Euro), der Neubau des Gerätehauses der Feuerwehr Saltendorf (600.000 Euro), die Errichtung des AWO-Kinderhauses „Schatzkiste“ (1,3 Mio. Euro), die Sanierung der Münchshofener Straße (900.000 Euro), der Neubau des Geh- und Radwegs nach Verau (660.000 Euro), die Vorbereitung des Hochwasserschutzes (400.000 Euro) und der Kauf von Notstromaggregaten (100.000 Euro).
„Auch wenn wir aktuell in besonderen Zeiten leben, die angesichts der großen globalen Aufgaben vielfach als Herausforderungen empfunden werden, gibt es Anlass zur Zuversicht“, so Bürgermeister Thomas Beer mit Blick auf den städtischen Haushalt. Demnach stelle man viele und gute Weichen für die Zukunft von Teublitz und entwickle die Stadt in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt, Kultur und Sozialem sowie der Infrastruktur weiter. So werde die Zukunft aktiv und positiv gestaltet.