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Mobile Jugendverkehrsschule startet mit neuem Lkw

Leben in Teublitz
Kinder mit Fahrrädern, Lehrkräfte, Polizei und Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises posieren vor dem neuen Lkw der Jugendverkehrsschule für ein gemeinsames Foto.

Nach beinahe zweijähriger Planungs- und Bauzeit konnte der Landkreis Schwandorf am Freitagvormittag in Teublitz offiziell den neuen Lkw für die mobile Jugendverkehrsschule in Dienst stellen. Die Feierstunde fand am Verkehrsübungsplatz gegenüber der Telemann-Schule statt und versammelte Vertreter aus Politik, Polizei, Schule und der Verkehrswacht.

Zu Beginn begrüßte der Leiter der Polizeiinspektion Burglengenfeld die Gäste, ehe Landrat Thomas Ebeling das Wort ergriff. Nach über 30 Jahren sei es höchste Zeit gewesen, „etwas Gscheit’s zu macha“, um die Verkehrserziehung im Landkreis zukunftssicher aufzustellen, betonte er. Die Anschaffungskosten von rund 155.000 Euro wurden weit überwiegend durch den Landkreis getragen. Ebeling dankte in diesem Zusammenhang den Kreisräten und der Kämmerei für ihre Unterstützung.
Die Jugendverkehrsschule sei eine Gemeinschaftsaufgabe von Politik, Schulen und Polizei. Nur wenn alle Partner eng zusammenarbeiten, könne eine professionelle Verkehrserziehung gewährleistet werden, die allen Schulkindern zugutekommt. Ein besonderer Dank des Landrats galt zudem Josef Hofrichter, dem Vorsitzenden der Verkehrswacht Burglengenfeld, die die Verkehrserziehung im Landkreis regelmäßig – auch finanziell – unterstützt.

Im Anschluss sprach Leitender Polizeidirektor Gerhard Huf, Sachgebietsleiter E2 des Polizeipräsidiums Oberpfalz, stellvertretend für die anwesenden Dienststellen. Er hob die Bedeutung der Verkehrserziehung im Grundschulalter hervor und dankte dem Landkreis für die Investition in die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer. Das neue Fahrzeug sei „ein rollendes Klassenzimmer“ und ermögliche eine zielgerichtete, effektive und moderne Verkehrsausbildung für die kommenden Jahre.
Auch Schulamtsdirektorin Susanne Muffert würdigte die Beschaffung des neuen Lkws. Die Investition sei ein klares Bekenntnis zur Sicherheit der Kinder und „jeden Euro wert“. Die modernen Möglichkeiten des Fahrzeugs erleichterten den Lehrkräften die pädagogische Arbeit spürbar.

Einen feierlichen Schlusspunkt der Ansprachen bildete die Segnung des Fahrzeugs. Pfarrerin Hanna Fiedler-Stahl von der evangelischen Gemeinde Teublitz/Maxhütte-Haidhof und Pfarrer Lucas Lobmeier von der katholischen Pfarrei Teublitz wünschten dem neuen Jugendverkehrsschul-Lkw allzeit gute Fahrt und eine erfolgreiche Ausbildung der Schülerinnen und Schüler.
Im Anschluss konnten sich die Gäste selbst ein Bild von den technischen Möglichkeiten des neuen Fahrzeugs machen. Das modern ausgestattete und auffällig gestaltete Fahrzeug überzeugte nicht nur funktional, sondern auch durch seine ansprechende äußere Gestaltung.

Technische Details und Ausstattung

Der neue Mercedes-Benz Atego 818 mit 180 PS verfügt über sämtliche aktuellen Assistenzsysteme zum Schutz anderer Verkehrsteilnehmer. Der modulare Kofferaufbau kann innerhalb von nur 15 Minuten von einer Person komplett ausgeräumt werden. Eine seitliche Einstiegstür mit Leiter sowie die Dautel-Ladebordwand erleichtern das Handling erheblich. Den Zuschlag für die Lieferung des Fahrzeugs erhielt das Autohaus Widmann (Wackersdorf).

Das umfangreiche Verkehrsschul-Equipment – darunter Fahrräder, Verkehrszeichen, Ampelanlagen, Helme, Handschuhe und Werkzeug – wird auf modernen Rollcontainern transportiert. Viele der Container verfügen über Allradbremsen und Allradlenkung; Fahrräder können zweistöckig verladen werden. Auch das neu beschaffte Hallenequipment findet im Fahrzeug Platz. Für den durchdachten Innenausbau zeichnet sich die Firma RollCon aus Bruck verantwortlich.

Abgerundet wird das Gesamtpaket durch weitere technische Neuerungen, die durch die Verkehrswacht Burglengenfeld finanziert wurden und die Durchführung der Verkehrsschule zusätzlich erleichtern.
Für die moderne und gut sichtbare Außenfolierung sorgte die R1 Werbeagentur. Die Gestaltung setzt bewusst auf klare Erkennbarkeit und eine zeitgemäße, ansprechende Optik – der Lkw wird so auch im Straßenbild zum „Hingucker“.

Eine Gruppe von Kindern mit Fahrradhelmen und Warnwesten steht vor ihren Fahrrädern, während ein Geistlicher die neuen Räder segnet.

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