„Onkel Dagoblitz, Micky-Blitz & Co.“: Gold-Wunder in Teublitz

Der Marktplatz vor dem Rathaus wurde am unsinnigen Donnerstag kurzerhand in ein „Teublitzer Disneyland“ verwandelt, als die „Narrischen Weiber“ das Rathaus stürmten. Mit dem Schlachtruf „Blitzi Blitzi, Teu Teu Teu!“ wurden Bürgermeister Thomas Beer aus seinen Amtsräumen in der Stadtverwaltung und Pfarrer Lucas Lobmeier aus seinem Pfarrbüro entführt. Dann kam es schließlich zu einem wahren „Gold-Wunder“ in Teublitz.
Am Marktplatz wurden die zahlreichen Faschingsgäste von Altbürgermeisterin Maria Steger als „Micky-Blitz“ begrüßt, die durch das fast einstündige Programm führte. Zentraler Punkt der Aufführung waren die kostspieligen Pläne von Pfarrer und Bürgermeister, die sie zu Beginn ihrer Amtszeit schmiedeten. Dabei erklang immer wieder das bekannte Faschingslied – allerdings mit geändertem Text:
„Wer soll das bezahlen, wer ist hier der Held,
wer hat so viel Blitzi, Blitzi, wer hat so viel Geld?“
Bei Pfarrer Lucas Lobmeier lag der Fokus neben der Renovierung der Kirche in Saltendorf und der Erweiterung des Kindergartens auch auf dem Thema „Pfadfindergruppe“ – eines seiner liebsten Hobbys. Passend dazu hatten „Teu-Tick“, „Teu-Trick“ und „Teu-Track“ ihren großen Auftritt, um eine Pfadfindergruppe zu gründen. Seitens des Bürgermeisters standen Themen wie das Gewerbegebiet, ein neuer Büchereistandort und die Umgehungsstraße im Mittelpunkt. Die Lösung laut „Micky-Blitz“: Eine „Untertunnelung“ von Teublitz würde da schon helfen.
Viele Projekte? Da braucht’s schon ein Gold-Wunder!
Doch dann das altbekannte Problem: die stets klamme Stadtkasse. Verzweifelt flehte der Bürgermeister schließlich auf Knien bei „Onkel Dagoblitz“ um einen Gold-Kredit – jedoch vergeblich. Die „Blitz-Panzerknacker“ versuchten es daraufhin mit einem Banküberfall, doch auch dieser Plan scheiterte. Die letzte Hoffnung war nun „Daniel Düsenblitz“, der unermüdlich an der Goldherstellung tüftelte.
„Teu-Tick“, „Teu-Trick“ und „Teu-Track“ brachten dem genialen Erfinder die wichtigste Zutat: Sternenstaub. Sie gaben „eine Handvoll Glaube, eine Handvoll Hoffnung und eine Handvoll Liebe“ in den Topf, rührten einmal kräftig um – und plötzlich entstanden unzählige Goldtaler. Voller Freude und Zuversicht sangen alle gemeinsam: „Wunder gibt es immer wieder“.
Bei stimmungsvoller Faschingsmusik wurde noch kräftig das Tanzbein geschwungen, und eine lange Polonaise zog sich über den Marktplatz. Als kulinarische Stärkung bot das Rathaus-Team kühle Getränke sowie frische Brezen und Krapfen an. Die „Obernarrische“ versprach, auch im kommenden Jahr wieder einen Rathaussturm mit ihren „Narrischen Weibern“ zu inszenieren.













