Wechsel im Stadtrat wurde vollzogen

Nach 10.000 Tagen Stadtratstätigkeit wurde Dr. Thomas Brandl bei der Stadtratssitzung am 28. September 2023 aus dem Gremium verabschiedet. Zugleich wurde als Nachrücker Sven Sander (CSU) in den Teublitzer Stadtrat eingeführt, der schon in der letzten Legislaturperiode dieses Ehrenamt innehatte.
Wie Bürgermeister Thomas Beer in seiner Laudatio sagte, kam Dr. Brandl mit 23 Jahren als jüngstes Mitglied in der Geschichte der Stadt, erstmals auf der Liste der CSU, in den Stadtrat. 1996 hatte er auf Anhieb auf Listenplatz 11 1.579 Stimmen und damit Platz 8 erreicht. Sechs Jahre später im Jahr 2002 bestätigten ihn die Teublitzer*innen mit 3.856 Stimmen und er wurde damals von Platz 11 auf Platz 2 vorgewählt. Im Mai 2002 wählte der Stadtrat Dr. Brandl zum Zweiten Bürgermeister und als erster Vertreter des damaligen Bürgermeisters Fink habe er bis zu seinem beruflich bedingten Ausscheiden aus diesem Amt am 15.06.2006 dieses wahrgenommen.
Stabile Wahlergebnisse seit 1996 erzielt
Die Teublitzer Wähler*innen haben Dr. Brandl weiter ihr Vertrauen geschenkt (2008 von 11 auf 3 mit 3.280 Stimmen, 2014 von 13 auf 3 mit 2.762 und 2020 trotz Platz 19 vor auf 9 mit 1.654 Stimmen). Von November 1996 bis April 2002 war er Jugendbeauftragter der Stadt, daneben von 2002 bis 2020 Kreisrat für den Landkreis Schwandorf und von 2008 bis 2014 Bezirksrat. Seit 2015 gehörte er auch dem Verwaltungsrat des Gemeinsamen Kommunalunternehmens Kommunale Bestattungen Burglengenfeld-Teublitz an. Für seine Verdienste um die Stadt Teublitz verlieh der Stadtrat im Jahre 2008 an Dr. Brandl die Bürgermedaille in Silber und 2020 die Bürgermedaille in Gold.
Wie Bürgermeister Thomas Beer feststellte, habe Dr. Brandl in all den Jahren um die richtigen Entscheidungen im Stadtrat mitgerungen und mitgestritten. Einrichtungen wie das Feuerwehrhaus Teublitz, der Neubau des Bauhofes, die Dreifachsporthalle oder die generalsanierte Schule mit der Ganztagsbetreuung waren damals politisch umstritten; heute sind sie für uns selbstverständlich und aus dem Alltag von Teublitz nicht mehr wegzudenken.
In dieser langen Zeit im Stadtrat habe sich Dr. Brandl vor allem die große Hochachtung und Wertschätzung der Teublitzer*innen erworben. Dies war und ist ein hervorragendes Zeugnis und eine Bestätigung seiner geleisteten Arbeit. „Wir wollen Dr. Brandls Abschied respektieren, auch wenn wir seine politischen Fähigkeiten und seine soziale Kompetenz im Rat verlieren und vermissen werden,“ sagte Bürgermeister Thomas Beer. Dank sprach Bürgermeister Beer auch Brandls Frau Diana, die viel Verständnis über all die Jahre aufgebracht habe, aus. Beer wünschte Dr. Brandl und seiner Familie viel Glück und vor allem Gesundheit auf ihrem weiteren Lebensweg.
Dr. Brandl danke für die lobende Worte dem Bürgermeister und dem Stadtrat. Er habe das Mandat zum Wohle der Bürger*innen der Stadt gerne mit Freude und auch Spaß ausgeführt. Auch im Stadtrat selbst war eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit vielen interessanten und sachlichen Diskussionen. Dr. Brandl wünschte dem Stadtrat und der Stadt für die Zukunft eine erfolgreiche und gedeihliche Aufwärtsentwicklung.
Anschließend wurde als Nachrücker für Dr. Brandl aufgrund der Kommunalwahlen 2020 der Listennachfolger Sven Sander (CSU) einstimmig in den Stadtrat berufen. Bürgermeister Beer begrüße Stadtrat Sander als Rückkehrer, dem die Aufgaben und Pflichten des Stadtrats bereits bekannt waren und bot eine vertrauensvolle Zusammenarbeit an.
Mit dem Verlust des Amtes als Stadtrat ist für den ausgeschiedenen Dr. Thomas Brandl automatisch auch der Verlust der Mitgliedschaft in den Ausschüssen eingetreten. Somit mussten die Ausschüsse neu besetzt werden. Sven Sander übernahm sämtliche Sitze von Dr. Brandl und demnach im Haupt- und Finanzausschuss, im Bau- und Umweltausschuss, im Rechnungsprüfungsausschuss, im Ferienausschuss, im Ausschuss für Kultur und Soziales und bei den Kommunalen Bestattungen gKU Burglenenfeld-Teublitz.
Text: Werner Artmann