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Weihnachten 1979 - „Ein Jahrzehnt geht zu Ende“

Aus unserer Stadtgeschichte
Eine Collage zeigt alte Zeitungsseiten über Weihnachten im Städtedreieck und daneben eine nostalgische Winteraufnahme von Teublitz mit der Aufschrift „Ein frohes neues Jahr aus Teublitz“.

Ende der 1970er-Jahre erschien im Städtedreieck monatliche das Anzeigenblatt „Das Städte-Dreieck“, die kostenlos an die Haushalte in Burglengenfeld, Maxhütte-Haidhof und Teublitz verteilt wurde. Sie brachte Geschichten aus der Heimat, Erinnerungen und lokale Berichte. Einer der eifrigsten Autoren war der Teublitzer Ortsheimatpfleger und Stadtrat Michael Meier, der oft aus seiner Kindheit in den 1920er-Jahren erzählte.

In der Dezemberausgabe 1979 blickte das Blatt unter dem Titel „Ein Jahrzehnt geht zu Ende“ auf die 1970er-Jahre zurück. Der Teublitzer Beitrag, verfasst von Bürgermeister Rudolf Lenk und Michael Meier, zeigte die Entwicklung der Stadt: Eingemeindungen, steigende Einwohnerzahlen, der Ausbau von Schule, Kanalisation und Sportplätzen sowie der Bau der A93 prägten das Jahrzehnt. „Teublitz ist in den 70er-Jahren schöner geworden“, schlossen die Autoren – mit der Hoffnung, dass „Frieden und Freiheit“ erhalten bleiben mögen.

Nostalgie & Parallelen in die Gegenwart

Nicht ganz so optimistisch klang der damalige Bürgermeister von Maxhütte-Haidhof, Hubert Humbs, der von Energiekrise, Arbeitsplatzabbau und gesellschaftlichen Spannungen berichtete – Themen, die auch den Beginn der 80er-Jahre prägen sollten.

Für etwas weihnachtliche Stimmung sorgte schließlich wieder Michael Meier selbst mit einer kleinen Geschichte aus seiner Jugend. Unter dem Titel „’s Christbaumstehln“ erinnerte er sich an eine abenteuerliche Nacht im Winter, als er mit seinem Bruder heimlich Weihnachtsbäume schlagen sollte – ein damals nicht unübliches „Zubrot“. Im verschneiten Wald verliefen sich die beiden Buben, stets in Angst vor dem Förster. Doch wie es sich für eine Weihnachtsgeschichte gehört, fand die Sache schließlich ein gutes Ende – und der Baum stand rechtzeitig zum Fest.
 

Quelle: Dr. Thomas Barth, Stadtarchiv

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