Haushalt 2025: Finanzplanung in schwierigen Zeiten

Der Teublitzer Stadtrat hat im März 2025 im Bürgersaal des Mehrgenerationenhauses in Saltendorf einen neuen Rekordhaushalt verabschiedet. Das Volumen des Haushalts beträgt 31,7 Millionen Euro für das Jahr 2025. Gegenüber dem Vorjahr (30 Millionen Euro) bedeutet das eine Steigerung von 5,54 Prozent.
Stadtkämmerer Georg Beer stellt zum Haushalt der Stadt fest, dass man in Zukunft „kleinere Brötchen backen“ müsse und sich auf die wichtigsten Bereiche konzentrieren solle. Auch Bürgermeister Thomas Beer betonte im Zuge dessen, dass der Grundsatz „Qualität vor Quantität“ weiterhin gelten müsse. Trotz angespannter finanzieller Rahmenbedingungen sollen wichtige Investitionen für die Zukunft der Stadt getätigt werden.
Kein Spielraum für Sonderwünsche
Das Gesamtvolumen teilt sich auf in den Vermögenshaushalt mit 12,2 Millionen Euro (Vorjahr 11,2 Millionen Euro) und in den Verwaltungshaushalt mit 19,5 Millionen Euro (Vorjahr 18,9 Millionen Euro). Aufgrund einer Kreditaufnahme von 3,94 Millionen Euro erhöht sich der Schuldenstand der Stadt zum Ende des Jahres auf 17,2 Millionen Euro (Vorjahr 14,5 Millionen Euro). Im Haushaltsjahr ergeben sich eine ordentliche Tilgung von etwa 1,2 Millionen Euro. Bei 8043 Einwohnern (Vorjahr 7832) steigt die Pro-Kopf-Verschuldung von 1801,61 auf 2138,89 Euro zum Ende des Jahres.
Der größte Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt sind die Personalkosten von rund 4,5 Millionen Euro (Vorjahr 4,3 Millionen Euro). Die Kreisumlage beträgt rund 4,1 Millionen Euro (Vorjahr 4,2 Millionen Euro). Eine Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von knapp 2,5 Millionen Euro wurde erwirtschaftet.
Ein Zusammenspiel aus verschiedenen Zahlen
Auf der Einnahmenseite des Verwaltungshaushalts kommt es zu einem Minus von 3,23 Prozent auf 2,1 Millionen Euro bei der Gewerbesteuer (Vorjahr 2,2 Millionen Euro) und bei den sonstigen Steuern und allgemeinen Zuweisungen um 6,5 Prozent auf 711.500 Euro (Vorjahr 760.800 Euro). Dagegen steigen die Schlüsselzuweisungen um 37,6 Prozent auf rund 3,4 Millionen Euro (Vorjahr 2,5 Millionen Euro) und die Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb um 5,82 Prozent auf 5,6 Millionen Euro (Vorjahr 5,3 Millionen Euro). Auch bei der Grundsteuer A und B gibt es ein Plus von 14,8 Prozent, wodurch das Aufkommen von 846.700 Euro auf 972.300 Euro steigt.
Der Vermögenshaushalt wird durch die Zuführungen aus dem Verwaltungshaushalt von knapp 2,5 Millionen Euro (Vorjahr 1,7 Millionen Euro), Einnahmen aus Vermögensveräußerungen in Höhe von knapp 1,9 Millionen Euro, Zuweisungen und Zuschüsse von 3,6 Millionen Euro sowie der Darlehensaufnahme finanziert. Die Zinsausgaben belaufen sich auf 315.700 Euro.
Große Investitionen in Bildung und Infrastruktur
Zu den größten Ausgaben im Vermögenshaushalt zählen der Ganztagsausbau der Schule mit 3 Millionen Euro, der Bau der neuen Stadtbücherei mit 1,2 Millionen Euro, die Neugestaltung des Stadtparks mit 327.500 Euro sowie der Ausbau der Münchshofener Straße mit 950.000 Euro. Für die Feuerwehr werden unter anderem 125.000 Euro für einen Versorgungs-Lkw, 192.000 Euro für einen Einsatzleitwagen sowie 100.000 Euro für eine neue Heizung und ein Fahrzeughallentor bereitgestellt. Weitere bedeutende Ausgaben entfallen auf den Hochwasserschutz (110.000 Euro), die Erschließung des Gewerbe- und Sondergebiets Süd-Ost (2 Millionen Euro) sowie die Begleitung und Überprüfung des Glasfaserausbaus (243.500 Euro).
Bürgermeister Thomas Beer betonte, dass trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen weiterhin sorgfältig mit den Finanzen umgegangen werde. „In diesem Haushalt und auch in den nächsten Jahren wollen wir viele und gute Weichen für die Zukunft unserer Heimatstadt stellen“, so Beer. Dabei wolle man in den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur, Umwelt, Kultur und Sozialem Schwerpunkte setzen und Teublitz weiterhin als lebens- und liebenswerte Stadt gestalten.