Haushalt 2026: Solide Finanzen mit Blick auf die Zukunft

Der Teublitzer Stadtrat hat Ende April 2026 den Haushalt für das laufende Jahr beschlossen. Das Gesamtvolumen beträgt rund 30,45 Millionen Euro und liegt damit etwa vier Prozent unter dem Vorjahreswert. Bei Ausgaben gilt es, künftig noch mehr Prioritäten zu setzen.
Stadtkämmerer Georg Beer machte im Zuge der Stadtratssitzung deutlich, dass der Haushalt von einem bewussten Umgang mit den finanziellen Möglichkeiten geprägt sei. Ziel sei es, die Handlungsfähigkeit der Stadt langfristig zu sichern. Dazu gehöre es, Ausgaben kritisch zu hinterfragen, Schwerpunkte zu setzen und gleichzeitig wichtige Zukunftsinvestitionen nicht aus den Augen zu verlieren.
Klare Prioritäten und sinkende Schulden
Der Haushalt teilt sich auf in einen Verwaltungshaushalt mit 20,5 Millionen Euro und einen Vermögenshaushalt mit rund 10 Millionen Euro. Für das Jahr 2026 ist eine Kreditaufnahme von 436.000 Euro vorgesehen. Gleichzeitig gelingt es der Stadt, Schulden abzubauen: Der Schuldenstand sinkt bis zum Jahresende auf etwa 16,5 Millionen Euro. Die Tilgung liegt bei rund 1,19 Millionen Euro. Bei rund 8.000 Einwohnern ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von rund 2.059 Euro.
Die größten Ausgaben im Verwaltungshaushalt sind die Personalkosten mit rund 4,66 Millionen Euro. Deutlich gestiegen ist auch die Kreisumlage, die mit etwa 5,46 Millionen Euro einen erheblichen Teil des Haushalts beansprucht.
Einnahmen mit Licht und Schatten
Auf der Einnahmenseite zeigt sich ein gemischtes Bild: Die Gewerbesteuer entwickelt sich positiv und steigt auf rund 2,85 Millionen Euro. Auch die Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb sowie die Grundsteuer legen zu.
Gleichzeitig muss die Stadt jedoch einen deutlichen Rückgang bei den Schlüsselzuweisungen hinnehmen. Diese sinken auf etwa 2,28 Millionen Euro und stellen damit eine spürbare Belastung dar.
Der Vermögenshaushalt wird unter anderem durch die Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt, Einnahmen aus Vermögensveräußerungen sowie staatliche Zuschüsse finanziert. Letztere spielen mit über 6,6 Millionen Euro eine wichtige Rolle für die Umsetzung geplanter Projekte.
Gezielte Investitionen für die Stadt
Trotz der angespannten Lage investiert die Stadt weiterhin in zentrale Zukunftsbereiche. Ein Schwerpunkt liegt auf der Ganztagsschule, für die insgesamt rund 3,9 Millionen Euro vorgesehen sind. Auch der Bau der neuen Stadtbücherei wird mit 580.000 Euro weitergeführt.
Darüber hinaus fließen Mittel in die Feuerwehren, unter anderem für ein neues Einsatzfahrzeug und das Gerätehaus in Münchshofen. Weitere Investitionen betreffen den Stadtpark, Spielplätze, Straßenbau, die Breitbandversorgung sowie Maßnahmen in der Wasser- und Abwasserinfrastruktur.
Bürgermeister Thomas Beer fasste zusammen, dass es gelungen sei, wichtige Projekte voranzubringen und gleichzeitig den Schuldenstand zu senken. Der Haushalt 2026 stehe damit für einen ausgewogenen Weg: mit klaren Prioritäten, einem verantwortungsvollen Umgang mit den Finanzen und einem verlässlichen Blick auf die Zukunft der Stadt Teublitz.
