Naabtalplan: Hochwasserschutz für Teublitz und Saltendorf

Das Thema „Hochwasserschutz“ für Teublitz und Saltendorf stößt auf reges Interesse bei den Bürgerinnen und Bürger. In der Dreifachsporthalle gab es durch die EBB-Objektplanung und durch das Wasserwirtschaftsamt (WWA) Weiden für die rund 70 Interessenten Ausführungen im Rahmen der Vorplanungen im Zuge des „Naabtalplans“. Auch für die Ortsteile Katzdorf und Münchshofen laufen bereits die Planungen.
Bürgermeister Thomas Beer freute sich über das große Interesse an der Bürgerinformationsveranstaltung und konnte dazu Mathias Rosenmüller (Behördenleiter WWA), Bastian Praller (Projektleiter WWA), Christoph Eckl (Objektplanung EBB), Mathias Reichenbach (Objektplanung EBB), Franz Härtl (Geschäftsleiter der Stadt Teublitz) und Sabine Eichinger (Bauamtsleiterin der Stadt Teublitz) begrüßen. Wie Beer eingangs ausführte, wolle man den Bürgern in Teublitz und Saltendorf die Details der Vorplanung mit zeitlichem Ablauf vorstellen. Ein Baubeginn sei erst in den 2030-iger Jahren mit einem Kostenaufwand von rund 14 Millionen Euro vorgesehen, wobei keine Kosten auf die Bürgerinnen und Bürger anfallen werden.
Die Vorplanung im Rahmen des „Naabtalplans“ stellten Mathias Reichenbach vom Ingenieurbüro EBB und der WWA-Behördenleiter Mathias Rosenmüller vor. Der Hochwasserschutz soll für ein HQ100 mit 15% Klimafaktor gebaut werden. Das Ziel der Vorplanung sei es, eine Vorzugsvariante mit einer vorläufigen Schutzlinie zu bestimmen. Dabei sei wichtig, dass der Hochwasserschutz Teublitz-Saltendorf gemeinsam betrachtet werden muss, da das Überschwemmungsgebiet zusammenhängt.
Das wird für die Kernstadt Teublitz und den Ortsteil Saltendorf geplant:
Der Hochwasserschutz in Teublitz sieht vor, die Straße SAD 5 (Teublitz-Münchshofen) auf 440 Metern Länge um ca. 30 cm zu erhöhen. Der Freibord von 50 cm wird durch einen Hochbord (Bordstein) sichergestellt.
Der Hochwasserschutz für Saltendorf hat eine Gesamtlänge von ca. 1,9 km. Der Schutz wird durch eine Spundwand (etwa 1,00 m über Gelände) entlang der Erlenstraße bis um den Kreisverkehr erreicht. Der Teublitzer Weggraben wird dabei verlegt und ökologisch aufgewertet. Die Zufahrten des Kreisverkehrs werden mit mobilen Elementen versehen. Unmittelbar nach dem Kreisverkehr in Richtung Rötlsteinstraße wird eine kleinflächige Geländemodellierung in den bestehenden Feldern geplant. Dies bewirkt, dass der Fließweg des Hochwassers - weg von Saltendorf - umgelenkt wird. Als Untergrundabdichtung kommt entlang der Rötlsteinstraße eine Spundwand in den Boden, welche nach dem Bau nahezu unsichtbar ist. Nach dem Mehrgenerationenhaus beginnt die Deichlinie entlang des Lohgrabens bis hin zur Straße „Auf der Wiese“. Die Deichhöhen schwenken von max. 2,20 m zu 1,50 m (Anfang Mehrgenerationenhaus) zu 0,80 m am Ende der Straße „Auf der Wiese“. Der Hochwasserschutzdeich wird durch ein Schöpfwerk, welches anfallendes Wasser im Hochwasserfall in die Naab schöpft und durch mobile Elemente der Zuwege getrennt. Auch hier wird der Lohgraben verlegt und ökologisch aufgebessert.
Wir geht es jetzt weiter?
Wie WWA-Leiter Mathias Rosenmüller zur Kostenfrage und -schätzung ausführte, ergeben sich vorläufige Gesamtkosten für das Projekt von rund 14 Millionen Euro. Die Stadt Teublitz ist daran mit 35 % (etwa 4,9 Millionen Euro) der Gesamtkosten am Projekt beteiligt. In der Bauausführung kann der Betrag durch die Übernahme sogenannter unbaren Leistungen (Unterhaltung, Reinvestitionen, Betrieb der Anlage usw.) durch die Stadt, auf etwa 2,4 Millionen Euro reduziert werden.
Zum weiteren Vorgehen führte EBB-Mathias Reichenbach aus, dass die Vorplanung für den Hochwasserschutz Teublitz und Saltendorf nach dieser Info-Veranstaltung fertiggestellt und zur baufachlichen Prüfung an die Regierung der Oberpfalz geschickt wird. Wenn alle Vorplanungen für die betroffenen Stadtteile abgeschlossen sind, wird zusammen mit der Stadt und der Regierung bzw. dem Staatsministerium das weitere Vorgehen entschieden. Die jeweiligen Entwurfsplanungen werden vorbehaltlich einer Priorisierung danach begonnen. Die Bauausführung wird keinesfalls vor dem Jahr 2030 erfolgen.