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Stadt Teublitz

P-Seminar gestaltet Ausstellung im Glasschleif- und Polierwerk "D’Schleif"

Leben in Teublitz
Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern sowie zwei Lehrkräfte stehen in den historischen Räumen der Münchshofener „Schleif“ zwischen zwei Rollups mit Informationen zur Geschichte des ehemaligen Glasschleif- und Polierwerks und präsentieren die Ergebnisse ihres P-Seminars.

Mit viel Engagement und historischem Interesse hat sich eine Schülergruppe der 11. Jahrgangsstufe des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums Schwandorf im Rahmen des P-Seminars „Bergbau- und Industriegeschichte“ intensiv mit der Geschichte des ehemaligen Glasschleif- und Polierwerks in Münchshofen beschäftigt. Ziel des Projekts war es, die Bedeutung des Industriedenkmals aufzuarbeiten und die gewonnenen Erkenntnisse anschaulich für Besucherinnen und Besucher aufzubereiten.

Geschichte des Industriedenkmals aufgearbeitet

Über mehrere Monate hinweg recherchierten die Schülerinnen und Schüler zur Geschichte des Betriebs, werteten historische Quellen und Fotografien aus und bereiteten die Ergebnisse verständlich auf. Entstanden sind mehrere Rollups mit Texten und Bildern, die künftig im Rahmen von Führungen in der Münchshofener „Schleif“ eingesetzt werden. Sie vermitteln die Entwicklung des Werks und verdeutlichen dessen Bedeutung für die regionale Industriegeschichte.

Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts war der Bau eines Funktionsmodells der Mechanik des ehemaligen Polierwerks. Dabei stand nicht nur eine möglichst originalgetreue Nachbildung im Vordergrund, sondern auch das Ziel, die damalige Arbeitsweise und Technik anschaulich nachvollziehbar zu machen. Das Modell ergänzt die Ausstellung und vermittelt einen lebendigen Eindruck der historischen Anlage. Ergänzend wurden Texte und Bilder für eine Internetseite erstellt, auf der sich Interessierte bereits vor einem Besuch über das Industriedenkmal informieren können.
 

Projektergebnisse öffentlich vorgestellt

Bei der Präsentation der Projektergebnisse begrüßte Projektleiter Leonhard Ziegler unter anderem den Schulleiter des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums Schwandorf, Oberstudiendirektor Dr. Johannes Werner, den Stadtkämmerer der Stadt Teublitz Georg Beer, die Leiterin des Schwandorfer Stadtmuseums Eva-Maria Keil, Carolin Schmuck vom Verbund der Volkshochschulen im Landkreis Schwandorf sowie zahlreiche Lehrkräfte, Eltern und interessierte Bürgerinnen und Bürger. Emilian Jambreck, verantwortlich für die Finanzen des Projekts, bedankte sich bei der Stadt Teublitz, dem Landkreis Schwandorf, dem Gasthaus „Ziagla Hütt'n“ in Bubach sowie dem Historischen Arbeitskreis Teublitz für die Unterstützung.

Seminarleiter Oberstudienrat und zugleich Ortsheimatpfleger der Stadt Teublitz Matthias Haberl erläuterte, dass die P-Seminare einen wichtigen Bestandteil der Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium bilden. Das Thema Bergbau- und Industriegeschichte habe den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten, sich mit Berufen aus den Bereichen Kultur, Geschichte und Denkmalpflege auseinanderzusetzen und gleichzeitig einen nachhaltigen Beitrag zur Aufarbeitung der regionalen Industriegeschichte zu leisten. Die entstandenen Rollups, das Funktionsmodell sowie die begleitenden Internetinhalte bilden nun die Grundlage einer musealen Ausstellung in der Münchshofener „Schleif“ und machen die Geschichte des Industriedenkmals für Besucherinnen und Besucher anschaulich und erlebbar.


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