ISEK Teublitz 2040: Wo is' für di mittendrin?

Diese und viele weitere Fragen zur Zukunft von Teublitz wurden Ende September 2025 mit Teublitzerinnen und Teublitzern diskutiert. Im Rahmen einer Bürgerwerkstatt im Mehrgenerationenhaus und einem Stadtspaziergang im Kernstadtbereich zur Erarbeitung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) „Teublitz 2040“ konnte man sich so aktiv einbringen. Dabei wurde deutlich, dass die Themen und Änderungswünsche vielseitig ausfallen können.
Bürgerwerkstatt für frischen Ideenaustausch
In der Bürgerwerkstatt im Mehrgenerationenhaus am 26. September 2025 tauschten sich rund 40 Bürgerinnen und Bürger mit Vertretern der Stadtverwaltung und Stadtpolitik sowie dem Planerteam aus Leipzig zu ihren Perspektiven auf die künftige Stadtentwicklung von Teublitz aus.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den Zweiten Bürgermeister Robert Wutz und eine Einführung in den aktuellen Stand des ISEK-Prozesses wurde an insgesamt sechs Thementischen diskutiert. Es ging um die Themen „Städtebau/Wohnen“, „Wirtschaft/Einzelhandel/Gastronomie“, „Verkehr/Mobilität“, „Landschaft/ Wald/Freiraum/Klimavorsorge“, „Freizeit/Kultur/Tourismus“ sowie „Bildung/Gesundheit/Soziales“.
Diese Ideen, Anregungen und Kritikpunkte bildeten dabei den Schwerpunkt:
- Umgang mit dem Wohnungsbaubestand bei einer veränderten Nachfrage (z.B. vermehrter Bedarf an Wohnraum für Singles und Paare)
- Verknüpfung von Bildungs- und Freizeitangeboten, wie der Jugendtreff im Mehrgenerationenhaus sowie die Bücherei mit der Telemann-Schule
- Verkehrsberuhigung im Ortszentrum und Verbesserung der Aufenthaltsqualität entlang der Regensburger Straße
- Möglichkeiten zur Etablierung eines gastronomischen Angebotes im Stadtzentrum
Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wurden die Stärken und Schwächen sowie künftige Handlungserfordernisse herausgearbeitet. Dabei wurde deutlich, dass es bei vielen Punkten enge Abhängigkeiten gibt, z. B. zwischen Verkehrsbelastung und Aufenthaltsqualität, die bei der Entwicklung einer Zukunftsstrategie für Teublitz zu berücksichtigen sind.
Stadtspaziergang zur Ideenfindung direkt vor Ort
Einen Tag später, am 27. September 2025 begrüßte der Erste Bürgermeister Thomas Beer die rund 30 anwesenden Personen zu einem Stadtspaziergang. Entlang von sieben Stationen konnten durch die anschaulichen Eindrücke vor Ort konkrete Ideen für mögliche Lösungsansätze besprochen werden.
Ein Schwerpunkt bildete die Verkehrssituation an der Regensburger Straße. Die hohe Belastung durch den Kfz- und Schwerlastverkehr sowie die geringe Anzahl an Querungsmöglichkeiten stellen für viele Bürgerinnen und Bürger eine Belastung dar. Gemeinsam wurden Ideen besprochen, wie sich die Aufenthaltsqualität dort verbessern ließe.
Auch die Frage „Wo is' für di mittendrin?“ spielte eine wichtige Rolle:
Mit der Verlagerung der Stadtbibliothek (Neubau) rückt ein wichtiger Frequenzbringer Richtung Telemann-Schule und Fachmarktzentrum. Neue Synergien könnten entstehen (ggf. auch durch einen zukünftig möglichen Bahnanschluss beim Friedhof). Gleichzeitig müssen die Fragen beantwortet werden: Wie kann die Verbindung zwischen der „neuen“ und der historisch gewachsenen Mitte gestaltet werden? Und welche Alleinstellungsmerkmale können jeweils herausgearbeitet werden?
Weitere Stationen thematisierten bestehende Leerstände sowie den wachsenden Bedarf an seniorengerechtem Wohnraum. Im Stadtpark überraschten drei Tanzgruppen von „Alena‘s Dance Studio“ mit cooler Musik und tollen eigenen Tanzchoreographien und zeigten, was auf der gerade im Bau befindlichen Bühne in der Schlossruine geboten werden kann.
Der Stadtspaziergang endete mit Kaffee (von der „kaFEEbar Amberg“) und einer kleinen Brotzeit bei entspannter Atmosphäre und lockeren Gesprächen. Ein temporär errichteter Freisitzbereich am Rathaus veranschaulichte gut, wie ein Café im Zentrum das Stadtleben in Teublitz bereichern könnte.
Das ISEK „Teublitz 2040“ wird bis Mitte 2026 fertig gestellt. Es formuliert die Leitlinien und Strategien für die Entwicklung der Stadt Teublitz in den kommenden 10 bis 15 Jahren. sodass es auch in den nächsten Monaten weitere Gelegenheiten zur Mitwirkung geben wird.






















