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Schloss Münchshofen – Renaissance-Juwel an der Naab

Eingebettet in die Landschaft der Naab liegt das Schloss Münchshofen, eines der wenigen vollständig im Renaissancestil errichteten Schlösser der Oberpfalz. Die dreiflügelige Anlage mit ihrem markanten Uhrturm, den geohrten Fensterfaschen und den imposanten Seitenflügeln ist ein architektonisches Highlight der Region. Besonders eindrucksvoll sind die später hinzugefügten Obelisken und Voluten, die das Erscheinungsbild noch prächtiger wirken lassen.

Das Schloss öffnet sich zur Flussseite hin und umschließt einen weitläufigen Innenhof. Im Zentrum erhebt sich der Uhrturm mit seiner repräsentativen Freitreppe. Auf der Rückseite lädt ein kleiner Arkadenhof mit seinen Bögen zum Verweilen und Entdecken ein. Der steil aufragende Münchshofener Berg ist durch eine Stützmauer gesichert – ein eindrucksvolles Beispiel historischer Baukunst.

Zur Schlossanlage gehören außerdem:

  • Schlosskapelle Hl. Kreuz und St. Margarete (erbaut um 1772, mit barocker Ausstattung)
  • historische Schlosshofmauer mit Eingangspfeilern (Ende 16. Jahrhundert)
  • Ökonomiegebäude und ein gemauerter Stadel,
  • Rundbogentor, das den Weg zum Ökonomiehof weist.
Verschneiter Weg durch einen aus Bruchsteinen errichteten Torbogen in der Schlossmauer.
Eine mit Steinmauern errichtete Schlossanlage auf einem mit Schnee bedecktem Hügel.
Uhrenturm und Seitenflügel aus schrägem Winkel im Winter.

Geschichtliche Hintergründe

Die Wurzeln des Schlosses reichen ins Mittelalter zurück. Archäologische Funde und alte Darstellungen belegen einen Vorgängerbau mit Turm. Im Westflügel findet sich die Jahreszahl 1597, die für die Renaissance-Bauzeit steht. Nach schweren Schäden im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts umfassend umgestaltet.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer mehrfach:

  • 1868 fiel das Schloss an Julie Anna Reichsfreiin von Aretin, die es in die Familie der Reichsgrafen von Armannsperg einbrachte.
  • 1910 erwarb es Freiherr Alexander von Moreau, königlich-bayerischer Kämmerer und Regierungsrat in Bad Kissingen.
  • Sein Sohn Maximilian Freiherr von Moreau führte das Erbe fort.
  • Heute ist das Schloss im Privatbesitz von Antonius Freiherr von Moreau.
Das Schloss ist im Privatbesitz und kann daher nicht von innen besichtigt werden.
Eine prächtige Schlossanlage thront über dem Dorf an einem winterlichen nebelverhangenen Morgen.

Besucherinnen und Besucher sind jedoch herzlich eingeladen, die Anlage von außen zu betrachten. Besonders von der Naab und dem Münchshofener Berg aus ergeben sich eindrucksvolle Ansichten und Fotomotive. Ein Spaziergang rund um das Schloss bietet nicht nur schöne Blicke auf die Architektur, sondern auch auf die idyllische Flusslandschaft der Naab.

Trotz seiner einzigartigen Baukunst gilt das Schloss Münchshofen heute als vom Verfall bedroht. Damit bleibt es ein Stück Kulturgeschichte, das auf behutsame Bewahrung angewiesen ist – und zugleich ein lohnendes Ziel für alle, die historische Architektur und romantische Schlossanlagen schätzen.

Eine mit Steinmauern errichtete Schlossanlage auf einem grünen Hügel.