Geschichte vor Ort

Das Stadtarchiv Teublitz stellt sich vor

Foto: Benjamin Fremmer
Stadtarchivar Dr. Thomas Barth bei der Arbeit im Teublitzer Stadtarchiv. (Foto: Benjamin Fremmer)

„Das Stadtarchiv hat die Aufgabe, das Archivgut aller städtischen Ämter zu archivieren.“

Dieser knappe Satz findet sich in der Archivsatzung. Tatsächlich dient ein kommunales Archiv auch internen Zwecken, um die Rathausverwaltung bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass ein Stadtarchiv allen Bürger*innen offensteht, die sich für die Geschichte ihrer Familie oder der Stadt interessieren. Wem ist beispielsweise bewusst, dass der Stadtpark bis 1939 für die Öffentlichkeit geschlossen war? Wer kann heute noch mit dem Begriff Pfalz-Neuburg etwas anfangen? Tatsächlich gehörte die Stadt Teublitz als Bestandteil des Landrichteramtes Burglengenfeld zwischen 1505 und 1818 zu diesem Fürstentum und eben nicht zur historischen Oberpfalz.

Geschichte ist nicht nur ein Schulfach mit trockenen Inhalten, sondern kann auch Spaß machen.

Beschäftigt man sich mit der Vergangenheit vor Ort, bietet das Archiv viele Möglichkeiten, mehr über die Entwicklung der eigenen Heimat zu erfahren. Gerade bei den Jüngeren ist oft schon wieder in Vergessenheit geraten, dass das heutige Städtedreieck bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts tief von der Maximilianshütte geprägt worden war. In einer ländlichen Region bildeten sich ab 1853 industrielle Strukturen, die die Mentalität und Identität der hier lebenden Menschen über ein Jahrhundert prägten. Erst die Schließung des Eisenwerkes 1990 beendete diese Ära.

Stadtarchiv Teublitz

Bestände

Wer sich für die Geschichte der eigenen Familie interessiert, Fragen zu historischen Ereignissen im Stadtgebiet von Teublitz hat oder bestimmte Informationen aus der Vergangenheit benötigt, findet hier Akten und Schriftstücke, die weiterhelfen.

Im Stadtarchiv werden vorwiegend Unterlagen aus Teublitz und den 1971 bzw. 1978 eingemeindeten Altgemeinden Münchshofen, Katzdorf, Saltendorf und Premberg aufbewahrt. Vorwiegend handelt es sich um Akten der Kommunalverwaltung. Urkunden und Dokumente vor 1850 sind leider nur ganz wenige erhalten. Von der Hofmarksverwaltung Teublitz sind im Stadtarchiv keine Dokumente vorhanden. Aus Münchshofen findet sich im Stadtarchiv eine ganz geringe Anzahl von Archivalien. Obwohl ältere Bestände nicht mehr zur Verfügung stehen, ist es meistens doch möglich, Strategien aufzuzeigen, wie eine historische Frage vielleicht doch noch gelöst werden kann. Für Schüler*innen bzw. Studierende bietet das Stadtarchiv eine gute Ausgangsbasis.

Familienforschung

Familienforscher*innen finden im Stadtarchiv bzw. Standesamt Geburts-, Heirats- und Sterbeeinträge ab 1876.

Für die Zeit davor ist das Bischöfliche Zentralarchiv in Regensburg der richtige Ansprechpartner. Nach 1876 stehen jedoch die Geburten-, Heirats- und Sterbebücher im Stadtarchiv bzw. im Standesamt lückenlos zur Verfügung, um die eigene Familiengeschichte erforschen zu können.

Foto: Benjamin Fremmer
Foto: Benjamin Fremmer

Ablichtung einer Supplikation (Bittschreiben) von Joseph Ignatius Stang, Kastenamtsverweser und Zoller zu Laaber, an den pfälzischen Kurfürsten Karl Theodor vom 2. Februar 1765 („Untherthenigst gehorsambste Vorstellung und Bitte“).

Maria Lichtmess (2. Februar) wurde von Stang bewusst gewählt, da an diesem Tag Knechte ihren Dienst wechselten. Stang inszenierte sich hier als treuer Diener des Kurfürsten in Mannheim, um kurz vor seinem Tod eine Planstelle für seinen Sohn zu erbitten.

Der Grund, weshalb dieses Schreiben in der Hofmark Münchshofen gelandet ist, kann zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr nachvollzogen werden.

(Foto: Benjamin Fremmer)

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